Typisch Köln

Halve Hahn


So ein Käse

Ein urkölsches Gericht, das für die meisten nach einem halben Hähnchen, Hühnchen, Händl oder Broiler klingt. Ist es aber gar nicht, was unter Nicht-Kölnern häufig zu ungläubigen Blicken führt, wenn der „Halve Hahn“ serviert wird. Denn hinter dem Namen verbirgt sich keine halbe Portion gegrilltes Federvieh, sondern ein bis zwei dicke Scheiben Mittelalter Gauda-Käse, ein halbes Röggelchen (Brötchen) mit Butter, saurer Gurke und Senf. Im Brauhaus Früh am Dom erhält man den „Halven Hahn“ mit einem ganz besonderen Käse: dem Früh Holländer, der im eigenen Käsekeller des Brauhauses heranreift.

Wie der „Halve Hahn“ zu seinem Namen gekommen ist, darüber gibt es viele Legenden. Eine davon ist, das ein junger Mann zu seinem Geburtstag seine Gäste ins Brauhaus einlud. Um sich mit seinen Gästen einen Spaß zu erlauben, traf der Jubilar mit dem Köbes (Kölscher Kellner) eine Abmachung. Diese sah vor, dass er für seine Gesellschaft 14 halbe Hähne bestellen würde, der Köbes jedoch stattdessen nach einer halben Stunde 14 „Röggelche met Kies“, also Brötchen mit Käse, servieren sollte. Der Gag kam gut an, es wurde herzlich gelacht und seitdem für ein Käseröggelchen die Bezeichnung „Halve Hahn“ verwendet.

Eine ähnliche Legende besagt, dass anlässlich einer Hochzeit in einem Wirtshaus den Gästen als Hochzeitsessen halbe Hähnchen serviert werden sollten. Allerdings hatte sich der Besteller verkalkuliert und teilte dem Wirt beim Eintreffen der Hochzeitsgesellschaft mit, dass er nicht genug Geld für die geplanten Hähnchen hätte. Darauf rechnete ihm der Wirt vor, dass der vorhandene Geldbetrag nur für Käsebrötchen reiche. Also gab es anstatt der halben Hähnchen Käsebrötchen, die man von da an „Halve Hahn“ nannte.

Eine weitere Theorie beruft sich auf folgende Begebenheit: Ein Kölner Gastwirt servierte einem Gast ein ganzes Roggenbrötchen mit Käse. Daraufhin sprach der Gast zum Wirt: „Ääver isch will doch bloß ne halve han.“ („aber ich möchte doch bloß ein Halbes haben“). Und so wurde das Roggenbrötchen geteilt und ging als neues Gericht in die kölsche Küche ein – eben als „Halve Hahn“.

Eine andere Legende geht auf die Kriegszeit zurück, in der Käse billig, Brot aber teuer war. Dementsprechend war mit: „kann ich och ne halve han?“ das Brötchen gemeint.

Bei einer anderen Theorie wird angenommen, dass es sich beim „Halven Hahn“ um ein deftiges Pausenbrot für den Köbes handelt, das verspeist wird, wenn der Inhalt eines Bierfasses nur noch bis zum Hahn geht.

Wie man sieht ist die Herkunft des Begriffs ganz klar ziemlich unklar. Und so kann jeder die Geschichte für glaubhaft halten, die ihm am besten gefällt.

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